Ursprung, Eleganz und Charakter

Dieses Idealbild der körperlichen und wesensseitigen Merkmalen, sollte bei den Nachkommen des Zuchtgeschehens zum Vorschein kommen. Der Silken Windsprite ist eine relativ junge amerikanische Windhundrasse. Seine nationale Anerkennung bekam sie erst im Jahre 2015. Ihr Begründer ist der amerikanische Whippetzüchter Walter Wheeler, der in den Jahren um 1950 durch akribische Selektion, zig Verpaarungen und Kreuzungsversuche der Ursprungsrassen Whippet/Sheltie die neue Rasse Silken Windsprite entstehen ließ. In einigen Linien ist auch der Barsoi eingekreuzt.


Ich möchte hier grob das äußere Erscheinungsbild des Windsprites umreißen und ein wenig seine Wesensmerkmale beschreiben. Der Silken Windsprite ist ein mittelgroßer sportlicher, eleganter Windhund. Das Haarkleid ist weich und glatt, kann aber auch leicht gewellt sein, meist mit wenig oder keiner Unterwolle. Befederung an Vor -und Hinterläufen, an der Brust, unter dem Bauch und an der Rute. Fast alle Farben und Kombinationen sind möglich. Der Silken Windsprite hat einen langen, flachen, breiten Schädel, der sich zu der Nase hin verjüngt. Die ideale Größe für Rüden ist zwischen 48cm-56cm, bei Hündinnen zwischen 45-54cm. Das Gewicht variiert ja nach Größe, aber liegt meist zwischen 8 Kilo-11 Kilo bei Hündinnen – 15 Kilo maximal bei Rüden.

Charakterstärke & Leidenschaft im Einklang

Charakterlich ist der Silken Windsprite, ein ruhiger Hund, mit so gut wie keinem Aggressionspotential. Er ist in einem hohen Maß anpassungsfähig, obwohl er seine gewohnten Abläufe benötigt. Zuviel Wechsel oder Hektik macht sich negativ bemerkbar. Fremden gegenüber ist er häufig zurückhaltend, reserviert, von seiner Grundstimmung jedoch offen und zutraulich. Zu seiner Familie baut er eine starke Bindung auf und ist sehr auf Körperkontakt bedacht.


Der Silken Windsprite ist ein leicht erziehbarer Hund, für Anfänger gut geeignet. Er ist vielseitig einsetzbar, als Therapiehund, Agility, Begleithund. Durch das Einkreuzen des Shelties ist er, bei entsprechender Erziehung, im Freilauf gut ableinbar, was das besondere dieser Windhund Rasse ausmacht. Uns ist es wichtig, dass wir uns an den Rassestandard halten. Wir möchten aber ausdrücklich betonen, dass optische Abweichungen für uns nicht unbedingt ein Ausschlusskriterium sind, wenn alle anderen Merkmale, wie gesundheitliche Voraussetzungen und charakterliche Eigenschaften, stimmen.


Der Windhund will rennen, das ist sein Verlangen, seine Leidenschaft...dafür schlägt sein Herz

 
 
 

Haltung und Pflege

Oft werden wir gefragt: „Die brauchen doch bestimmt viel Auslauf, oder?“

Ich antworte dann meist: Nicht mehr als jeder andere Hund.


Windhunde sind sehr genügsame Tiere, die nicht viel benötigen, um glücklich zu sein, aber natürlich sind es Hunde. Hunde müssen ausgelastet werden. Der Border Collie bestimmt anders als der Weimaraner und der Windhund anders als der Labrador. An dieser Stelle möchten wir keine pauschalen Haltungstipps geben, aber so viel sei gesagt:


"Der Windhund will rennen, das ist sein Verlangen, seine Leidenschaft. Das ist seine Bestimmung. Dafür schlägt sein Herz. Spätestens, wenn man einen Windhund beim Rennen zusieht und dieses gewisse Leuchten in seinen Augen wahrnimmt, das Strahlen in seinem Gesicht, die gesamte Aura, die er verströmt, wenn er rennt" 

Spätestens dann weiß man, was ich damit meine.

Bewegung, Pflege & ein Platz zum Kuscheln

Diese Möglichkeit im Freilauf zu rennen sollte er möglichst täglich bekommen. Am liebsten machen unsere Hunde das in Windhund- Hundegemeinschaft. Ansonsten braucht er seine normalen Spaziergänge, wie jeder andere Hund auch. Allein ein großer Garten reicht nicht aus. Natürlich benötigt er auch mentale Auslastung. Wenn der Kopf nichts zu tun hat, ist der Hund auch nicht glücklich. Aber auch das braucht jede andere Hunderasse. Windhunde sind in der Wohnung ruhig, ja, fast unsichtbar. Draußen sind sie enorme Sportler, Freigeister die eine hohe Dynamik entwickeln und auch gerne mal miteinander raufen. Das besondere am Windhund ist, dass er ein erhöhtes kuscheliges Plätzchen benötigt. Es gibt bestimmt Ausnahmen, aber grundsätzlich liegen Windhunde nicht gerne auf dem Boden. Unsere besitzen alle ein tolles, weiches Bodenkörbchen. Trotzdem wird meist der Kuschelplatz an unserer Seite auf dem Sofa bevorzugt. Fellpflege hält sich durch das eher lichte Haarkleid in Grenzen. Einmal wöchentlich bürsten reicht oft aus. Zeitintensiver ist die Zahn- und Krallenpflege. Die Krallen der Windhunde wachsen relativ schnell und um Fehlhaltungen vorzubeugen sollten sie regelmäßig gekürzt werden. Außerdem neigen Windhunde eher zur Zahnsteinbildung, weswegen die Zahnhygiene nicht vernachlässigt werden sollte.